Die enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Schnittstellen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung prägen ihren Zugang ebenso wie die Wertschätzung für ihr Team, das einen wesentlichen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leistet. Auch privat setzt sie auf Ausgleich und Inspiration – etwa bei Reisen nach Italien, gemeinsamen entspannten Erlebnissen mit Freunden oder bei Konzertbesuchen.
Der Preisdruck bei Küchengeräten ist hoch, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Technik und Design. Wie schaffen Sie es im Großhandel, hier die richtige Balance zwischen Sortimentstiefe, Verfügbarkeit und Marge zu halten?
“Die richtige Balance entsteht bei Schachermayer durch ein eng abgestimmtes Zusammenspiel von Einkauf, Vertrieb und Lieferanten. Marktfeedback, Sortimentssteuerung und Einkaufsstrategie greifen dabei ineinander und sorgen dafür, dass Entscheidungen nicht isoliert, sondern immer im Gesamtkontext getroffen werden. Gemeinsam mit der Fachabteilung sowie dem Vertrieb beobachten wir kontinuierlich, wie sich Anforderungen der Kunden verändern – sowohl im Hinblick auf technologische Entwicklungen als auch auf Designtrends und Nutzungsgewohnheiten. Auf dieser Basis wird das Sortiment gezielt weiterentwickelt und laufend angepasst. Ein zentraler Baustein ist das fokussierte Sortiment, das in der Verkaufsunterlage ESA 2027 gebündelt ist. Hier konzentrieren wir uns bewusst auf Produkte und Lösungen, die sich im Alltag bewähren und für Kunden echten Mehrwert bieten. Ein wesentlicher Hebel ist die gezielte Bündelung von Volumen bei ausgewählten Produkten. Dadurch können bessere Einkaufskonditionen erzielt, Verfügbarkeiten erhöht und gleichzeitig wirtschaftlich stabile Rahmenbedingungen geschaffen werden.”
Globale Lieferketten, volatile Preise und Verfügbarkeiten stellen den Einkauf vor große Herausforderungen. Welche Strategien verfolgen Sie, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig wettbewerbsfähige Einkaufskonditionen zu sichern?
“Angesichts globaler Unsicherheiten setzen wir vor allem auf Marktnähe und Flexibilität. Der kontinuierliche und enge Austausch mit Lieferanten ermöglicht es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Risiken besser einzuschätzen und rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu setzen. Diese Transparenz ist ein entscheidender Faktor, um in dynamischen Märkten handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig verfolgen wir eine klare Strategie in der Lieferantenauswahl: Der Fokus liegt auf starken, verlässlichen Partnern, mit denen eine langfristige Zusammenarbeit aufgebaut werden kann. Parallel dazu wird jedoch bewusst auf eine ausreichende Breite im Lieferantennetzwerk geachtet, um Abhängigkeiten zu reduzieren und Risiken gezielt abzufedern. Diese Kombination aus Stabilität und Diversifikation schafft Sicherheit, auch in herausfordernden Marktphasen. Ergänzend dazu kommen vorausschauende Disposition und gezielte Mengenbündelungen zum Einsatz. In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, Volumen bewusst zu erhöhen, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Preisentwicklungen besser zu steuern.
Die Zusammenarbeit mit Lieferanten wird immer strategischer. Das reicht von Exklusivsortimenten bis hin zu gemeinsamen Entwicklungen. Wie entwickeln Sie Ihre Lieferantenbeziehungen weiter, um sich im Wettbewerb zu differenzieren und Mehrwert für Ihre Kunden zu schaffen?
“Erfolgreiche Lieferantenbeziehungen basieren auf echter Partnerschaft. Ein offener, ehrlicher Austausch und ein gemeinsames Verständnis für Marktanforderungen bilden die Grundlage dafür, dass beide Seiten langfristig erfolgreich arbeiten können. Potenziale werden analysiert und gezielt dort genutzt, wo sich ein klarer Mehrwert für Kunden ergibt. Dabei geht es nicht nur um Produkte selbst, sondern auch um ergänzende Leistungen und Services, die den Unterschied im täglichen Geschäft ausmachen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ausbau von Exklusivsortimenten. Dazu zählen spezielle Produktlinien ebenso wie Zusatzleistungen, etwa Garantieerweiterungen oder besonders hohe Verfügbarkeiten. Solche Angebote ermöglichen es, sich im Wettbewerb klar zu differenzieren und Kunden Lösungen zu bieten, die über das Standardsortiment hinausgehen. Durch enge Zusammenarbeit entstehen Lösungen, die praxisnah, wirtschaftlich sinnvoll und konsequent an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet sind und damit einen echten Mehrwert im Arbeitsalltag schaffen.
(Autor: Andreas Prammer, )