Bevor es auf die Strecke ging, stand eine Aufwärmrunde auf dem Programm. Bei 32 Grad und Liegestützen auf dem Asphalt kam schnell die Frage auf, ob Schachermayer eigentlich eine offizielle Arm-Challenge einführen sollte. Die Antwort blieb offen – die Motivation, aufs Bike zu steigen, war danach jedenfalls vorhanden.
Die Ausgangslage der Gruppe war bunt gemischt: Christopher macht zuhause kaum Sport und sah den Tag als willkommene Abwechslung: „Ich mach so gut wie gar keinen Sport daheim – daher dachte ich mir, das wäre super." William, passionierter Fußballer, kannte den Pumptrack schon vom Vorjahr und wollte endlich wieder aufs Bike. Und Dennis brachte handfeste Downhill-Erfahrung mit – für ihn war es ein Tag, um die eigenen Grenzen auszuloten.
Technik zuerst – der Sattel ist nicht zum Sitzen da
Bevor jemand auf den Pumptrack durfte, stand Grundlagenarbeit auf dem Programm. Barbara Mayer machte von Anfang an klar, worauf es ankommt: „Der Sattel ist nicht zum Sitzen da. Ihr müsst stehen und pumpen." Leichter gesagt als getan – aber genau dafür war sie da.
Eine besondere Übung führte das Team zu zweit durch: Einer schloss die Augen, der andere gab per Zuruf die Richtung vor – links oder rechts. Klingt simpel, ist aber effektiv. Mayer erklärte den Sinn dahinter: „Das stärkt das Vertrauen und die Einheit." Nach weiteren Übungen mit Hütchenfahren war die Gruppe bereit für die echte Herausforderung.
Auf dem Pumptrack: Schwung finden, Mut holen
Dann endlich: der Pumptrack. Dennis fand mit seiner Mountainbike-Erfahrung schnell in den Rhythmus, während es für die anderen deutlich mehr Überwindung brauchte, den richtigen Schwung – und den nötigen Mut – zu entwickeln. Das einstimmige Fazit der Gruppe: „Es ist eigentlich nicht schwer. Aber mega anstrengend." Der Körper muss arbeiten, der Kopf muss mitziehen und der Rhythmus zwischen Auf- und Abbewegung will gelernt sein. Wer ihn findet, spürt sofort, warum der Pumptrack in Linz so viele begeistert.
Barbara Mayer zeigte sich am Ende mehr als zufrieden: „Sie haben das alle toll gemacht und sich echt gut geschlagen." In jedem Fall waren es unvergessliche “Arbeitsstunden” für unsere Lehrlinge. Und danach? Vielleicht nutzt ja der eine oder andere den hello yellow Pumptrack – unsere eigene Werksportanlage – auch privat. Denn wer einmal den Rhythmus gespürt hat, will ihn nicht mehr missen.
(Autor: Sabine Burglechner, )