Dadurch sinkt der Energiebedarf für die Kühlung, während im Winter die zusätzliche Vegetationsschicht die Gebäudehülle vor Witterungseinflüssen schützt. Neben der Energieeffizienz verbessern Pflanzen auch die Luftqualität. Sie filtern Feinstaub, binden Schadstoffe und produzieren Sauerstoff – ein wichtiger Beitrag, besonders in dicht bebauten Städten. Gleichzeitig entstehen wertvolle zusätzliche Lebensräume für Vögel und Insekten. Auch beim Regenwassermanagement spielen begrünte Fassaden eine wichtige Rolle. Sie speichern Niederschläge, geben Wasser zeitverzögert wieder ab und entlasten so die Kanalisation. Zusätzlich wirken die Pflanzen schalldämmend und steigern den Wert einer Immobilie durch ihre attraktive Optik und die nachhaltige Ausrichtung.
Passende Lösungen
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen direkter und indirekter Fassadenbegrünung. Während Kletterpflanzen bei der direkten Variante unmittelbar an der Fassade wachsen, kommen bei der indirekten Begrünung Rankhilfen oder Seilsysteme zum Einsatz, die viel mehr Flexibilität bieten und die Gebäudehülle schützen.
Sorgfältig geplant
Damit Fassadenbegrünungen dauerhaft überzeugen, sind eine sorgfältige Planung und regelmäßige Pflege entscheidend. Bewässerung, Statik, Pflanzenauswahl und Wartung sollten bereits früh berücksichtigt werden. Richtig umgesetzt können begrünte Fassaden verschiedene Vorteile bieten. So wird aus einer Fassade weit mehr als eine Außenwand, sie wird zum sichtbaren Zeichen moderner, nachhaltiger Architektur.
