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Kunden berichten über Covid19

Unsere Kunden sind unterschiedlich von den Beschränkungen durch die Coronakrise betroffen. © istockphoto.com/oatawa

#EINBLICK | Der Alltag hat uns langsam wieder. Und noch nie klang dieser Satz in unseren Ohren so schön wie jetzt. Covid19 hat die Welt in die Knie gezwungen, Gesundheitssysteme an den Rand der Belastbarkeit gebracht, die Wirtschaft weltweit mehr als nur durcheinander gewirbelt. Nicht nur für uns waren und sind diese Monate eine noch nie dagewesene Ausnahmesituation, auch für unsere Kunden galt und gilt nach wie vor seit Mitte März ein Alltag im Ausnahmezustand. Daher haben wir nachgefragt: Mit welchen Maßnahmen und Strategien begegnet Ihr Unternehmen der aktuellen Situation – wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen damit? Gibt es krisenbedingt neue Geschäftsmöglichkeiten oder innovative Ideen oder eventuell Chancen, die Sie umsetzen oder nutzen können?

 

Philip Kieslinger, Geschäftsführer der Kieslinger Wohnmanufaktur: "Unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen wurde bei uns im Betrieb durchgearbeitet, um als Lieferant für Schachermayer und für unsere treuen Privatkunden ein verlässlicher Partner zu sein und zu bleiben. Für uns ist es wichtig, dass man gerade in dieser schwierigen Zeit starke Partner hat, auf die man sich verlassen kann. Für unsere Kunden wollen wir hier vor allem als österreichisches Familienunternehmen die hohe Qualität unserer Einrichtung noch einmal hervorheben. Für die Zukunft zeigt sich ganz eindeutig, dass auf regional erzeugte Produkte mehr Wert gelegt werden sollte!"

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Klaus Tiefenböck, Geschäftsführer KA-MA Metallbau GmbH: "Corona hat vieles ordentlich durcheinandergewirbelt, nur eine Woche vor dem Lockdown waren wir noch mit einer Gruppe von Netzwerk Metall und Schachermayer auf Werksbesuch bei LVD in Belgien. Das wird aber wohl die letzte Flugreise für längere Zeit gewesen sein. Nichtsdestotrotz hat die KA-MA Metallbau GmbH das umsatzstärkste Frühjahr aller Zeiten mit aktuell plus 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für eine Zukunftsprognose ist es aus unserer Sicht noch zu früh, es gibt noch viel zu viele Unsicherheiten: Auch wenn Mitteleuropa Corona – aktuell scheint es so - im Griff hat, sind Großbritannien und die USA sicher noch nicht über den Berg. Was passiert in Afrika oder Indien? Gibt es eine zweite Welle? Ohne internationale Wirtschaft und dem Wiedererstarken des Tourismus wird wohl mit Sicherheit eine deftige Rezession zu befürchten sein. Wirtschaftlich haushalten ist unsere Devise, um für allfällige Einbrüche in den kommenden Monaten bestmöglich gewappnet zu sein."

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Martin Bauer, Gründer und Geschäftsführer der Glas Bauer GmbH: "Wir sind sehr dankbar, dass wir unsere Produktion und die Arbeit unter Einhaltung der Vorschriften weiterführen konnten. Uns ist es als Unternehmen natürlich auch sehr wichtig, unseren Teil dazu beizutragen, eine noch größere Krise verhindern zu können. In der aktuellen Situation werden speziell Schutztrennwände aus Glas oder Plexiglas sehr stark nachgefragt. Unser Bestreben war in diesem Zusammenhang, möglichst einfach anwendbare und sichere Systeme zu entwickeln. Wir versuchen in dieser Situation, unsere Angebote auch flächendeckend zur Verfügung stellen zu können und hoffen, somit auch unseren Beitrag zur Bewältigung dieser Krise zu leisten."

MEHR INFOS: www.glas-bauer.at


In einer speziellen Lage befindet sich LIM Holzbau Salzburg – nicht nur emotional, sondern auch geographisch: Denn die Zimmerei liegt mit Gastein in einem Sperrgebiet. Geschäftsführer Friedrich Egger berichtet uns, dass die notwendigen Lieferungen nach wie vor ankommen, auch wenn die Straßen leergefegt sind. Er sieht in der Krise nicht nur schwarz, sondern auch eine Chance: „Wir haben Revisionsarbeiten und seit längerer Zeit anstehende Arbeiten im Betrieb erledigt, die immer wieder verschoben wurden – nicht sehr produktiv, aber auch wieder mal notwendig. Unzählige Kunden erzählen uns, dass sie endlich Arbeiten rund um´s Haus oder die Wohnung ordentlich erledigen, die zum Teil seit Jahren aufgeschoben wurden. Wir haben überlegt, die Kurzarbeit anzumelden, aber da nun auch dank unserer Stammkunden genug kleinere Arbeiten und Baustellen vorhanden sind, ist dies bei uns nicht erforderlich – das ist aber sicher nicht überall so." Der Salzburger sieht es auch positiv, wenn der schon zum Alltag gewordene Luxus in unserem Leben auch mal wegfällt: „Das schadet uns nicht, vielleicht tut es gut, mal nachzudenken, ob das alles notwendig ist: jederzeit überall hinzufliegen oder uns den Luxus auf umweltverpestenden Kreuzfahrtschiffen zu geben.“ Aber Fritz Egger musste auch Unmut erleben: „Auf einigen Baustellen wurden wir sogar verunglimpft, weil wir uns erlauben, weiterzuarbeiten – das passt wohl auch nicht! Aber wenn wir die gesamte Wirtschaft herunterfahren: Wer traut sich dann das Startzeichen für den Wiederbeginn zu geben? Und die Kosten steigen ins Unermessliche. Wir zahlen es halt in den nächsten Jahren.“ Seine Hochachtung gilt dem Personal im Gesundheitsbereich: „Danke für den Einsatz für unsere Gesundheit!“

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Der Niederösterreicher Christian Riegler, Geschäftsführer der LichtAgent GmbH in Enzesfeld-Lindabrunn, macht sich vor allem Gedanken über Chancen auf Veränderungen für die Zukunft: „Vielfach wird diese Zeit schon mit 1945 oder einem Krieg verglichen. Ich denke, dass die, die das sagen, garnicht wissen, was sie sagen. Als Investitionsgüterlieferant hatten wir schon vielfach das Problem, dass es dem Markt gut gehen muss, damit wir etwas verkaufen können. Das heißt, wenn die Unternehmen Angst vor der Zukunft haben oder mit sich selbst beschäftigt sind, werden sie ihre Anlagen nicht zweckmäßig verbessern. Wenn niemand da ist, der investieren kann, wird auch der Fleißigste nichts tun. Aber es ist in dieser Zeit wichtig, ein klares unterstützendes Bekenntnis zur Gesellschaft, Kunden und unterstützendem Gewerbe zu entwickeln. Es ist Zeit, die Gunst der Stunde zu nützen und auf bedarfsbezogene, abfallmindernde, auch upcycelnde Konzepte für dieses Land zu entwickeln. Ein sehr kleiner Schritt wäre es, die Waren in Zukunft im „Katalog“ mit dem Herkunftsland zu kennzeichnen. Damit dem Kunden die Möglichkeit zu geben, eine bewusste Wahl zu treffen. Eventuell schafft man es auch, Vorreihungen nach AT beziehungsweise EU zu machen. Hoffentlich schaffen wir den Wandel!“

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Auch mit dem Unternehmen Vamed sind wir in der Coronakrise in engem Kontakt. Wenn auch nicht Face-to-Face, sondern vor allem via Telefon, Skype oder E-Mail. Eine Situation, an die man sich in einer kommunikativen Gesellschaft wie unserer erst einmal gewöhnen muss, berichtet uns Renate Dirnberger aus dem Zentralen Einkauf bei Vamed: "Technisch läuft es im Home Office  gut, nur fehlen die telefonischen und persönlichen Kontakte! Ob sich das Leben nur auf elektronische Kommunikation beschränken lässt, darf  bezweifelt werden. Wir leben nun in einer Ausnahmesituation, ich persönlich hoffe auf eine Rückkehr zur Normalität!"

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