Ausstellung: METALL UND MEHR

Ausstellung: METALL UND MEHR
Dass Metall weit mehr sein kann, als ein wichtiger Werkstoff für Industrie und Technik und sich in nahezu allen Bereichen der künstlerischen Gestaltung etablieren kann, hat Helmuth Gsöllpointner (geb. 1933) unter Beweis gestellt. Mit Projekten, wie dem Forum Metall (1977) und dem Forum Design (1980) hat er sich in die jüngere Kunstgeschichte Oberösterreichs eingeschrieben. Er initiierte aber auch den Weg für eine solide universitäre Ausbildung für Studierende, die sowohl die Technik der Metallverarbeitung als auch die Prinzipien von Kunst und Design erlernen wollten.

„Gestalten in Metall heißt Gestalten in allen Materialien“, dieser von Helmuth Gsöllpointner geprägte Leitsatz oder besser gesagt sein Credo, klingt bis heute nach und wird immer wieder gerne zitiert, wenn die Meisterklasse ihre Erinnerungen Revue passieren lässt.

Stahlstadtkinder
Seine erste Abteilung für Metallplastik gründete Gsöllpointner 1955 in den Lehrwerkstätten der VOEST Alpine AG in Linz. In der männerdominierten Runde – unter anderem mit Beni Altmüller, Gerhard Bogner, Charles Kaltenbacher und Gerhard Knogler – behaupteten sich auch weiblichen Positionen, allen voran Waltrud Viehböck. Als langjähriger Leiter der Meisterklasse Metall (1973–2001) an der Linzer Kunsthochschule, der heutigen Kunstuniversität, prägte Gsöllpointner mehrere Generationen von Studierenden. Dabei ging es ihm vor allem darum, neue Maßstäbe in der Optimierung von Lehrinhalten zu formulieren. Es galt nicht nur die Technologie und Methodik der Metallverarbeitung zu vermitteln, sondern vor allem das geistige und künstlerische Potential der Studierenden zu fördern.


Die Ausstellung nimmt dieses Umfeld Gsöllpointners in den Fokus. Sie stellt Werke aus der Studienzeit und Diplomarbeiten der Künstler/innen in den Mittelpunkt, wirft aber gleichzeitig einen Blick auf die vielfältigen beruflichen und künstlerischen Karrieren. Das Spektrum reicht dabei von Künstler/innen, die Metall als Werkstoff wählen, sich der Malerei verschrieben haben, konzeptuell arbeiten oder in mehreren künstlerischen Sparten tätig sind.

WO:
OBERÖSTERREICHISCHES LANDESMUSEUM
Museumstraße 14
4010 Linz
Ausstellungsdauer: 14. November 2019 bis 1. März 2020

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Homepage des Ladnesmuseums.

Fotos: Kunstuniversität Linz / Julia Gschwendtner, Josef Pausch / ARTFOR Gallery, Andreas Bauer

19. November 2019 | nis | Facebook | Twitter