Brückenbau: Heiße Phase beginnt

Brückenbau: Heiße Phase beginnt
Das Stahlbauunternehmen Donges-SteelTec aus Darmstadt ist dabei für den gesamten Stahlbau verantwortlich und arbeitet mit Hochdruck an der Fertigstellung der einzelnen Brückenelemente. Die Stahlbauer sind seit August 2018 dabei, am Vormontageplatz beim Donauufer die benötigten Brückenteile zusammenzusetzen und für den endgültigen Einbau vorzubereiten.

Die Einzelteile dazu werden in Darmstadt hergestellt und anschließend per LKW nach Linz gebracht. Hier werden die gesamten Brückenteile verschweißt
und für den Einbau vorbereitet. Der Brückenbau hat dabei epische Ausmaße und selbst der deutsche Projektleiter DI Christian Liebig gesteht, mit dieser Baustelle sein bisher größtes Projekt zu absolvieren. Mit der Bauphase (Bauteil) “Eins“ wurde bereits letzten August der erste Brückenabschnitt auf der Linzer Seite stromaufwärts „eingehoben“ und montiert.

Technische Herausforderungen
Seit 20. Mai folgen planmäßig die nächsten Abschnitte. Mit den Bauphasen „Zwei, Drei und Vier“ wurde der erste Bypass stromaufwärts fertiggestellt. Die heikle Mammutaufgabe, diese überdimensionalen Einzelteile an die richtige Position zu bringen, ist dabei die größte und wichtigste Herausforderung. Bis ins kleinste Detail sind die Abläufe geplant. Um die Mega-Stahlteile einzuschiffen, muss allerdings auch das Wetter mitspielen, da es bei der Montage um höchste Präzision geht, die durch Wind oder Hochwasser gefährdet wäre. Die einzelnen Bauteile sind von 74 Meter bis 92 Meter lang und wiegen zwischen 950 und 1.450 Tonnen. Richtig spannend wird die Sache, sobald die Einzelteile bewegt werden müssen. „Wir arbeiten dabei mit der Firma Sarens aus Belgien zusammen, die auf Spezialmontagen dieser Art ausgerichtet ist“, erklärt Projektleiter Liebig.

Transport
Unter den einzelnen Stahlkolossen werden in einer extra dafür vorbereiteten Ausbuchtung am Vormontageplatz acht selbstfahrende Schwerlast-Anhänger unterhalb des Brückenteils positioniert. Auf diese Anhänger wird eine sogenannte „Kletterhydraulik“ montiert. Gemeinsam mit der Hydraulik der Schwerlast-Anhänger werden die überdimensionalen Teile nacheinander angehoben und auf zwei zusammenhängende Schwerlast-Schiffe transportiert.

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Bilder: ASFINAG; SCH/M.Reichl

17. Juni 2019 | ap | Facebook | Twitter