Faszination Brückenbau A7

Faszination Brückenbau A7
Wie in der letzten Ausgabe angekündigt, sind wir bestrebt, die Faszination Brückenbau unseren Kunden näher zu bringen und die größte ASFINAG Baustelle mit interessanten Geschichten redaktionell zu begleiten. Die Baustelle sorgt für großes Interesse und täglich viele Schaulustige, die den Baufortschritt beobachten. Auch Schachermayer leistet mit Werkzeug und Baumaterial auf einer der spannendsten Baustellen Österreichs einen wertvollen Beitrag.

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit der Errichtung der Fundamente, die zum Teil im Wasser stehen beziehungsweise mit den Pfeilern, die an beiden Seiten der Autobahnbrücke errichtet werden, um das Gewicht der Brücken-Bypässe zu tragen.

Spannende Fragen
Dem interessierten Beobachter drängen sich als Laie natürlich jede Menge Fragen auf, wenn man den gesamten Ablauf wie auch die technische Umsetzung beobachtet. Wie errichtet man inmitten der Donau mehrere Brückenpfeiler, die für viele Jahrzehnte hunderte Tonnen an Gewicht sicher in den Boden ableiten sollen? Dies ist nur eine von vielen interessanten Fragen, die sich dem aufmerksamen Beobachter stellt. Technischer Leiter des Innendienstes sowie Projektkoordinator DI Ronald Buchl von der Firma Swietelsky erklärte im Interview die Abläufe und Herausforderungen, denen die ARGE A7 Vöestbrücke seit Monaten gegenübersteht und welche Lösungen umgesetzt werden.

Der Ablauf
Zu Beginn steht die Errichtung der Baugrube inmitten der Donau. Dabei wurden im ersten Schritt sogenannte Spundwandkästen in den Boden gerammt, um eine trockene Baugrube zu erhalten. Im nächsten Schritt werden die so gewonnen rechteckigen Flächen mit Material befüllt, um geeignete Standflächen für die in weiterer Folge benötigten Spezialtiefbau-Geräte zu schaffen.

Spezialgeräte wie das Bohrpfahlgerät oder ein Gerät zur Verwendung des Düsenstrahlverfahrens (DSV) werden in den nächsten Schritten eingesetzt. Dieses Verfahren dient im Tiefbau zur Herstellung eines Zement-Boden-Gemisch-Körpers im Erdreich. Hierbei wird anstehender Boden unter Hochdruck mit einer zementhaltigen Bindemittelsuspension vermischt. Der Körper im Erdreich wird mit einer DSV-Sohle von drei bis vier Metern abgedichtet.

Komplexe Technik
Die Fundamente liegen auf der Donausohle in etwa 6,5 m unterhalb der Wasseroberfläche auf etwa 13 m langen Bohrpfählen. Die Errichtung der vier Stützpfeiler dauert knapp zehn Monate und wird teilweise parallel betrieben. Die wasserberührenden Betonfundamente wurden aus hochabriebfestem Beton hergestellt. Die Pfeiler hingegen sind aus architektonischen Gründen mit Strukturschalung hergestellt.

Lesen Sie die gesamte Geschichte im neuen Holz & Eisen: HIER

Fotos: ASFINAG / SCH/A. Prammer

20. März 2019 | ap | Facebook | Twitter