So schön wohnen Studenten

So schön wohnen Studenten
aap.architekten steht für sozial und ökologisch nachhaltige Architektur. Mit dem Studierenden-Wohnheim mineroom Leoben setzte der Schachermayer-Kunde in Zusammenarbeit mit den ausführenden Betrieben ein modernes Passivhaus in Holzbauweise um. Nach nur elf Monaten Bauzeit wurde das nachhaltige Bauprojekt Anfang Oktober 2016 eröffnet.

Das Wohnheim bietet 201 internationalen Studenten ein Zuhause. Der enge Bezug der Region und der Universität zur Natur und ihren Ressourcen spiegelt sich im Gebäude wider. Inspiriert von der Lebendigkeit und dem Farbenspiel des Erzgesteins wurden die formal klaren Baukörper mit einer plastischen, mehrfärbigen Holzschalung verkleidet. Die Stulpschalung, die immer wieder aus der glatten unbehandelten Lärchenholzschalung hervorbricht, zieht sich aderförmig über das Gebäude und wird sich im Laufe der Zeit in verschiedenen Grau-, Braun- und Rottönen unregelmäßig verfärben.

1.900 m³ Holz verbaut
Mit Ausnahme des Eingangsbereiches, des Kellergeschosses und der beiden Stiegenhäuser wurde das gesamte Gebäude in Holzbauweise errichtet. Im Gebäude sind für die Tragkonstruktion und die Fassade ca. 1.900 m³ Holz verbaut, dadurch wurden hier ca. 2.000 Tonnen CO2 gebunden. Die Außenwände bestehen aus einer vorgefertigten, mit Mineralwolle ausgedämmten Holzriegelkonstruktion. Die horizontale Aussteifung erfolgt über die Trennwände aus Brettsperrholz Wandelementen in Verbindung mit BSH Deckenscheiben. Auf Trennwänden und Decken sind Vorsatzschalen aus Gipskarton angebracht, um den brand- und schallschutztechnischen Anforderungen zu entsprechen.

Hocheffizientes Passivhaus
Das Haus bietet ein umfangreiches Angebot an Wohn- und Gemeinschaftsräumen. Einzelappartements, Doppelzimmer sowie Wohngemeinschaften für 2-5 Bewohner ermöglichen den Studierenden ein differenziertes Wohnangebot. Im Erdgeschoß befinden sich weitere gemeinschaftlich genutzte Räume, ebenso im Innenhof. Das mineroom ist als Passivhaus konzipiert. Neben einer hocheffizienten Lüftungsanlage mit Wärme- und Feuchterückgewinnung, einer optimierten Gebäudehülle und einer größtmöglichen PV-Anlage wurden auch stromverbrauchende Komponenten optimiert und Standby-Funktionen vermieden.

Fakten:
Bauherr: Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Ennstal
Betreiber: OeAD-WV
Totalübernehmer: ARGE Swietelsky-Weissenseer
Auszeichnungen: Steirischer Holzbaupreis (Kategorie Mehrgeschossiger Wohnbau), in Kärnten erhielt das Projekt eine Anerkennung in der Kategorie Export.

Weiterführende Informationen
Einen ausführlichen Bericht zum Projekt lesen Sie im Kundenmagazin Holz & Eisen 4/2017 (erscheint Anfang Dezember).

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Fotos: c J.Konstantinov

07. November 2017 | tp | Facebook | Twitter