Barrierefreiheit schön designt

Barrierefreiheit schön designt
Die Redaktion hat bei Enikö Bucs von peka nachgefragt, wie die Verbindung von Barrierefreiheit mit hohen Designansprüchen gelingt, in welchen Bereichen die Herausforderungen liegen und wie sie die Entwicklung in den nächsten Jahren einschätzt.

Redaktion: Das Kreieren von barrierefreien Produkten ist eine Herausforderung. Funktionalität steht im Vordergrund. Muss man dabei nicht automatisch Abstriche bei Design und Stil in Kauf nehmen?

Enikö Bucs: Unser Ziel ist es immer, mit unseren Stauraumlösungen das Möbel komfortabler und effizienter zu machen. Die Küche ist ein sehr designorientiertes Objekt und unsere Kunden stellen höchste Anforderungen an die Formgebung. Gutes Design sollte auch funktional sein. Dies ist immer wieder eine Herausforderung, aber kein Widerspruch. Dessen sind wir uns seit der Entwicklung der Design-Familie Libell so richtig bewusst. Die zahlreichen Design Awards haben bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Redaktion: Verraten Sie uns, wie die Neuentwicklung eines neuen barrierefreien Produktes bei PEKA abläuft? Welche Priorität hat dabei das Design? Gibt es Kooperationen bei der Bedarfsermittlung bzw. Produktentwicklung mit öffentlichen Institutionen oder Vereinen?

Enikö Bucs: Ausgangslage für die Produktentwicklung ist immer eine fundierte Nutzer- und Bedarfsanalyse. Regelmäßiger Austausch oder gar Kooperationen mit spezialisierten Institutionen sind immer hilfreich. Design spielt im ganzen Entwicklungsprozess eine Rolle. Man kann ein Produkt nicht am Schluss noch „schön“ machen.

Redaktion: Wie schätzen Sie die Entwicklung in den nächsten Jahren ein: Ist Barrierefreiheit nur Trend oder ist und bleibt es eine Notwendigkeit?

Enikö Bucs: Es kommt der Tag, wo barrierefreies Bauen selbstverständlich sein wird. Soweit ist unsere Gesellschaft aber noch nicht. Die demographische Alterung ist eine unaufhaltsame Entwicklung und das Bedürfnis nach Barrierefreiheit eine logische Konsequenz daraus. Echte Gastfreundschaft ist barrierefrei, egal ob zu Hause, im Hotel oder in öffentlichen Einrichtungen. All das stellt auch Handwerker vor neue Herausforderungen. Unterschätzen Sie die Generation 50+ nicht! Sie verfügt über die höchste Kaufkraft, ist anspruchsvoll, erfahren und qualitätsbewusst und könnte noch viele Jahre Stammkunde bleiben!

Tipp: Wenn Sie den Begriff "barrierefrei" in die Suchmaske des Webkatalogs eingeben, erscheint das gesamte Sortiment zum Thema.

Das gesamte Interview können Sie im Kundenmagazin Holz & Eisen 2/2017, das Mitte Juni erschienen ist, nachlesen.

20. Juni 2017 | tp | Facebook | Twitter