Energiespeicher Beton

Energiespeicher Beton
Im Rahmen des Programms „Haus der Zukunft“, das vom bmvit iniitiert wurde, ergaben sich zahlreiche interessante Antworten auf die Forschungsfrage „Heizen und Kühlen mit Beton“. Bei den durchgeführten Forschungsprojekten konnte gezeigt werden, das die thermische Bauteilaktivierung ein wichtiger Schritt in die nachhaltige Zukunft ist.

Ein sehr wirkungsvoller Ansatz zur Steigerung der Energieefzienz von Gebäuden ist die intelligente Nutzung von tragenden Bauteilen aus Beton zur Einlagerung von thermischer Energie. In großflächige Bauteile aus Beton wie Geschoßdecken wird ein Rohrsystem zur Durchleitung eines Wärmeträgers eingelegt, mit dessen Hilfe man die Temperatur in den angrenzenden Räumen steuern kann.

Wärmespeicher Beton
Die gute Wärmeleitfähigkeit von Beton sorgt dafür, dass die Wärme ohne großen Widerstand und damit rasch vom Rohrregister in die thermisch aktivierte Decke eindringen kann. Die sehr gute Wärmespeicherfähigkeit von Beton bewirkt zudem, dass dem „Heizkörper“ – also der thermisch aktivierten Betondecke – relativ große Wärmemengen zugeführt werden können, ohne dass dadurch seine Temperatur stark erhöht wird. Dies ist für die TBA (= Thermische Bauteilaktivierung) insofern von besonderer Bedeutung, als der thermische Komfort im beheizten Raum maßgeblich von den Temperaturen der dem Raum zugewandten Oberflächen bestimmt wird.

Stark unterschiedliche Oberflächentemperaturen, wie sie z. B. bei konventionellen Heizkörpern mit Vorlauftemperaturen um und über 50 °C zwangsläufig auftreten, haben eine negative Auswirkung auf die Behaglichkeit im Raum. Große, moderat beheizte Flächen, wie z. B. eine thermisch aktivierte Decke, sorgen hingegen für nahezu einheitliche innere Oberflächentemperaturen der raumbildenden Bauteile und garantieren damit besten thermischen Komfort.

Ratgeber
Im Rahmen des Forschungsprojektes ist ein eigener Leitfaden entstanden. Der Planungsleitfaden behandelt Fragen der Bauphysik, der Konzeption von Gebäuden, der zugehörigen Haustechnik und deren Regelung ebenso wie Überlegungen zur Energieversorgung. Breiter Raum wird der Berechnung der Kompoenten der TBA gewidmet.

HIER finden Sie den Planungsleitfaden.


04. Jänner 2017 | tp | Facebook | Twitter