Der Sound aus dem Baumstamm

Der Sound aus dem Baumstamm
Der iTree – der außergewöhnliche Klangkörper bespielt Räume mit bis zu 150 Personen – wurde von KMKG Studios aus Graz designt. Mit der Hilfe des SCH-Kunden Tischlerei Lenz und der Lautsprechermanufaktur Trenner & Friedl wurde der Wunsch umgesetzt, moderne Technologie mit einem jahrhundertealten Werkstoff zu verbinden.

Der Baumstamm aus dem steirischen Vulkanland – den sich der Kunde selbst aussuchen darf – wird zunächst mit einer eigens entwickelten Maschine der Länge nach durchbohrt, sodass darin die komplette Elektronik samt Lautsprechersystem Platz finden. Zuvor muss der Baumstamm aber bis zu sechs Wochen lang in einer Trockenkammer gelagert werden, um ihm die Feuchtigkeit zu entziehen und den Klang zu optimieren. Auch ein späteres Zerspringen wird so verhindert. Das Ziel bei der Bearbeitung des Stammes ist es, die Original-Struktur des Baumes möglichst beizubehalten.

Warmer Klang
Nach der Trocknung werden die Lautsprecher an der Rückseite platziert und die gesamte individuell angepasste Elektronik im Inneren verbaut. In Handarbeit wird danach die gesamte Oberfläche des Stammes bearbeitet, und zwar ausschließlich mit Ölen und Wachsen rein biologischen Ursprungs, ebenfalls aus der Region. Der Baumstamm erzeugt als Klangkörper einen warmen, harmonischen Klang, der durch die nach hinten gerichteten Lautsprecher über die Wandreflektion im Raum verteilt wird.

Um sich die Dimensionen eines iTrees etwas besser vorstellen zu können: er hat eine Länge zwischen 200 und 400 Zentimeter sowie einen Durchmesser von zumindest 35 Zentimetern.

Video zur iTree-Produktion.
Das Grazer Designstudio KMKG
Trenner & Friedl, die Lautsprechermanufaktur
Tischlerei Lenz





07. Dezember 2016 | tp | Facebook | Twitter