Terrassenträume

Terrassenträume
Holz ist ein vielschichtiger Baustoff, der in der Lage ist wohlige Atmosphäre zu schaffen, ohne dabei auf Ästhetik verzichten zu müssen. Die Tischlerei Pichler aus Puchberg am Schneeberg ist langjähriger Schachermayer Kunde und hat sich auf nachhaltige Holzkonstruktionen spezialisiert. Mit individuellem Terrassenbau hat sich das Familienunternehmen bereits einen Namen gemacht. Im Interview erklärt Inhaberin Ing. Ingeborg Stickler ihren Zugang zum Thema Nachhaltigkeit.

Die Liebe zum Werkstoff Holz ist in der Familie Stickler in der zweiten Generation fest verankert. Mit individualisierter Fachbetreung und kreativer Umsetzung werden so Träume erfüllt und Nachhaltigkeit gelebt.

Redaktion: Worin sehen Sie die größten Vorteil des Werkstoffes Holz gerade in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Stickler: Holz wächst von Natur aus, deswegen ist es der einzige Baustoff, der durch seine leichte Bearbeitbarkeit bei der Gewinnung und Verarbeitung einen relativ niedrigen Energiebedarf benötigt. In Ökobilanzen schneidet Holz hervorragend ab, da es durch Kompostierung oder Verbrennung bei gleichzeitiger Energiegewinnung entsorgt werden kann.

Redaktion: Ist das Gartenkonzept Terrasse und Schwimmteich insgesamt nachhaltiger als ein Pool?

Stickler: Durch einen Schwimmteich erschafft man einen neuen Lebensraum für viele Arten von Tieren. Der höhere Arbeitsaufwand und Platzbedarf wird durch die selbstreinigende Wirkung des Teiches wieder gut gemacht. Wenn man eine schöne Holzterrasse daneben angebaut hat, dann ist meines Erachtens der Anblick auf die Pflanzenwelt des Teiches um einiges schöner als bei einem herkömmlichen Pool.

Redaktion: Welche Trends im Bereich Terrassenbau gibt es bei den Kunden?

Der Trend bei den Kunden geht zu heimischen und thermisch vorbehandelten Hölzern. Die heimische Lärche kommt aus unseren Wäldern und hat eine hervorragende Qualität, die man bei der Verarbeitung und der Haltbarkeit sofort spürt. Der Nachteil – sie ist nicht barfußgeeignet. Eine hohe Langlebigkeit hat thermisch behandeltes Holz, das bei über 215 Grad Celsius ohne chemische Zusätze „gebacken“ wird, wodurch es Fäulnis-und Wetter beständig wird. Thermoesche zum Beispiel ist barfußgeeignet.

Redaktion: Haben Sie spezielle Nachhaltigkeits–Ansätze, Ideen oder Strategien?

Stickler: Ich versuche fast ausschließlich heimische Hölzer von regionalen Sägewerken zu verwenden, da der Weg des Transportes um einiges verkürzt wird. Ich achte auch darauf, dass ich nachhaltige und ökologische Baustoffe im Bezug auf Dämmung verwende. Auch die korrekte Entsorgung von umweltschädlichen Bauabfällen ist mir ein wichtiges Anliegen.

Redaktion: Wie werden die Hölzer umweltfreundlich behandelt?

Stickler: Thermisch behandeltes Holz wird mit relativ hohem Energiebedarf vorbehandelt, benötigt jedoch keine Nachbehandlung mehr. Die Behandlung mit natürlichen Holzölen ist umweltfreundlicher, jedoch bedarf es einer intensiven Nachbehandlung.

Mehr Informationen finden Sie HIER.

02. Oktober 2017 | ap | Facebook | Twitter